PED Virus

Die PED (epizootische Virusdiarrhoe) ist eine hoch ansteckende und letztlich oftmals tödlich endende Erkrankung von Schweinen.

Die PED (epizootische Virusdiarrhoe) ist eine hoch ansteckende und letztlich oftmals tödlich endende Erkrankung von Schweinen, die zu einer massiven Darmentzündung mit wässrigem Durchfall, Erbrechen und Dehydrierung (Austrocknung) führt. Für dieses Virus sind nur Schweine empfänglich  - für den Menschen oder andere Haustiere besteht keine Ansteckungsgefahr. Die Ansteckung und Verschleppung erfolgt über virushältigen Kot bzw. über infizierte Schweine.

 

Die Ansteckung erfolgt über Kontakt mit virushaltigem Kot. In der Regel zeigen sich dann innerhalb von 4 – 5 Tagen die ersten Krankheitsanzeichen.

Die Schwere der Erkrankung und der Krankheitsverlauf sind stark vom Alter der betroffenen Tiere und von der Immunitätslage der Herde abhängig. Zusammengefasst kann jedoch gesagt werden, dass der Verlauf bei Ferkeln weit dramatischer ist, als bei älteren Schweinen.

 

Bei Viruseintrag in eine gesunde Sauenherde  zeigen sich bei Saugferkeln  binnen kürzester Zeit folgende Symptome: Fast 100% der Ferkel erkranken an Erbrechem und wässrigem Durchfall. Durch den Flüssigkeitsverlust können 50 – 80% (im schlimmsten Fall bis 100 %) der Saugferkel verenden.Bei älteren Schweinen bzw. Mastschweinen verenden deutlich weniger Tiere (1 – 3%). Hier dominieren Appetitlosigkeit und Durchfall das deutlich mildere Krankheitsbild.

 

Vorsichtsmaßnahmen

Durch Umsetzung gezielter Biosicherheitsmaßnahmen, kann man den Betrieb vor dem Erregereintrag schützen. Die größte Gefahr für die Einschleppung des Erregers geht dabei von Ferkeln aus, die aus Gebieten kommen, wo der Erreger bereits zu Erkrankungen geführt hat. Hier besteht das Risiko, dass man sich mit den Ferkeln auch die Erkrankung auf den Betrieb holt! 

Neben diesem direkten Erregereintrag über den Tierzukauf, gibt es aber auch die Gefahr des indirekten Eintrages über den Kot von erkrankten Schweinen. Hier gilt es zu beachten, dass beim Verladen oder Entladen von Schweinen (Schlachthof, Ferkelübernahmestellen, etc.) oftmals Kot oder kotverunreinigte Einstreu von den LKWs fallen kann. Hier besteht dann das Risiko der Kontamination des eigenen Transportfahrzeugs und des Schuhwerks. Aus diesem Grund sollten vor der Rückkehr auf den eigenen Betrieb  eine sorgfältige Reinigung und Desinfektion des Transportfahrzeuges sowie ein Schuh- und Bekleidungswechsel (oder: Verwendung von Schutzbekleidung und Überschuhen) erfolgen. Auch auf ein sorgfältiges Händewaschen sollte nicht vergessen werden.

 

Fuhrpark Styriabrid

Für den Fuhrpark der Styriabrid gelten von Haus aus sehr hohe Hygienevorgaben was das Verbringen von Ferkeln und auch  Mastschweinen betrifft.

Dazu gehören das Anlegen von Schutzkleidung des Fahrers bei Auf- und Entladevorgängen am Betrieb bzw. am Schlachthof, ausschließliche Übernahme der Ferkel bzw. Mastschweine an der Rampe (kein Betreten des Stalls durch den Fahrer), eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Transportfahrzeuge sowie ein getrennter Fuhrpark für Ferkel-. und Mastschweinetransporte.

Diese Hygienevorgaben werden weiterhin hoch gehalten und sollen unseren Betrieben höchste Sicherheit garantieren.

 

Allgemeine Biosicherheitsmaßnahmen für Betriebe:

·         Ferkelzukauf nur aus Regionen, wo keine Erkrankungsfälle bekannt sind

·         Schuh- und Bekleidungswechsel vor dem Betreten des Stalls

·         Begrenzter Personen- und Fahrzeugverkehr am Betriebsgelände

·         Schutzbekleidung oder betriebseigene Kleidung für betriebsfremde Personen (Overall, Handschuhe, Überschuhe)

·         Hände vor dem Betreten des Stalls waschen und desinfizieren

·         Kein Zutritt von Hunden, Katzen und Schadnagern in die Stallungen

·         TKV-Tiere so lagern, dass sie möglichst ohne Befahren des Betriebsgeländes aufgefasst werden können

·         Betriebseigene Transportfahrzeuge und Treibhilfen nach dem Verbringen von Schweinen zu Schlachthöfen oder Übernahmestellen waschen und desinfizieren

o    Geeignete Desinfektionsmittel sollten keinen Kältefehler aufweisen, nicht korrosiv sein, eine rasche Wirkung haben und DVG geprüft sein (z.B.: VIRKON S)

 

Dr. Tanja Kreiner